München, 30.09.2026 (lifePR) – Der VPKA Bayern begrüßt die klaren Signale des neuen Bundesgesundheitsministers Carsten Linnemann an die Krankenhäuser und ihre Beschäftigten. Beim Krankenhausgipfel der Deutschen Krankenhausgesellschaft am 21. September in Berlin stellte Linnemann Vertrauen, Zusammenarbeit und die Menschen im Gesundheitswesen in den Mittelpunkt seiner Rede. Für den VPKA Bayern markiert dies einen bemerkenswerten Tonwechsel im Bundesgesundheitsministerium.

Linnemann formulierte einen klaren Anspruch an seine Arbeit: Ziel sei „das leistungsfähigste Gesundheitssystem der Welt“ – getragen von dem Leitbild eines Systems „von Menschen für Menschen“. Er unterstrich die besondere Bedeutung des Zusammenhalts: „Es gibt, glaube ich, kein anderes System, in dem es so sehr um Zusammenhalt geht wie beim Gesundheitssystem.“ Ausdrücklich rückte er auch die Beschäftigten in den Mittelpunkt. „Wir nehmen meines Erachtens in der Debatte zu wenig Rücksicht auf diejenigen, die das Gesundheitssystem tragen – das sind die Beschäftigten.“ Allein in den rund 1.800 Krankenhäusern arbeiten etwa 1,7 Millionen Menschen in Vollzeitäquivalenten, darunter rund 180.000 Ärztinnen und Ärzte sowie etwa 800.000 nichtärztliche Beschäftigte.

Der Minister machte zugleich deutlich, dass er einen grundlegenden Kulturwandel anstrebt: „Ich möchte, dass Deutschland ein anderes Klima bekommt.“ Er wolle weg von der herrschenden Misstrauens- und hin zu einer Vertrauenskultur. Gerade im Gesundheitswesen seien überbordende Kontrollen und Nachweispflichten Ausdruck eines Misstrauens, das überwunden werden müsse. Die Forderung der Krankenhäuser nach mehr Vertrauen und weniger Kontrolle durch Staat, Krankenkassen und Medizinischen Dienst unterstütze er „vollumfänglich“. Auch die Vorschläge der Deutschen Krankenhausgesellschaft und anderer Akteure zum Bürokratieabbau würdigte er ausdrücklich. Er wolle in seiner Amtszeit viele Krankenhäuser persönlich besuchen, denn es sei extrem wichtig, dass der Minister vor Ort erlebe, „wie es tatsächlich aussieht“, so Linnemann.

Darüber hinaus kündigte er konkrete Maßnahmen seines Ministeriums an: Unter anderem sollen Kontrollen stärker risikoorientiert erfolgen, Doppelprüfungen reduziert, regelkonform arbeitende Krankenhäuser bei Abrechnungsprüfungen entlastet und redundante Daten- und Meldepflichten überprüft werden.

Für den VPKA Bayern liegt die besondere Bedeutung der Rede vor allem in der neuen Tonalität. „Wir haben aus dem Bundesgesundheitsministerium seit sehr langer Zeit nicht mehr in dieser Klarheit gehört, dass Vertrauen, Zusammenarbeit und die Menschen im Gesundheitswesen wieder zum Ausgangspunkt der Politik gemacht werden sollen“, sagt Michael Strobach, Geschäftsführer des VPKA Bayern. „Dass der neue Minister ausdrücklich für eine Vertrauenskultur wirbt, ist ein wichtiges Signal.“ Der VPKA Bayern sieht darin die Chance für einen echten Kurswechsel im Verhältnis zwischen Politik und Krankenhäusern.