Köln, 06.10.2026 (lifePR) – Der Kostendruck im Gesundheitssystem steigt, das Thema Low-Value Care wird dadurch dringlicher: Wie aber lassen sich medizinische Leistungen, die für Patientinnen und Patienten wenig oder keinen Nutzen bieten und unnötig Ressourcen beanspruchen, überhaupt systematisch identifizieren? Diese Frage steht im Mittelpunkt des diesjährigen IQWiG-Herbst-Symposiums.

Im ersten Teil des Symposiums geht es um Evidenz und wissenschaftliche Grundlagen zum Thema. Präsentiert werden etwa Erkenntnisse aus der Versorgungsforschung, die Sichtweise der Hausärztinnen und -ärzte findet ebenfalls Berücksichtigung. Auch Impulse aus dem Ausland wird es geben: In den Niederlanden etwa gibt es bereits einige Erfahrungen mit der Reduzierung von Low-Value Care, die hier diskutiert werden sollen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird das Thema Low-Value Care dann aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet: Die gesetzliche Perspektive kommt dabei ebenso zur Sprache wie jene der Patientinnen und Patienten oder der Pharmaindustrie. Ein weiterer Beitrag widmet sich dem Thema Low-Value Care bei Schwerkranken.

Am Ende des Symposiums steht eine moderierte Abschlussdiskussion mit allen Speakern – und auch das Publikum ist eingeladen, sich mit Anregungen einzubringen. Dabei soll es vor allem darum gehen, konkrete Schritte von der Identifikation zur Reduktion von Low-Value Care in Deutschland zu skizzieren: Es sollen Handlungsoptionen aufgezeigt werden, um dem Ziel einer systematischen De-Implementierung von Low-Value Care gemeinsam näherzukommen.