Rüsselsheim, 15.06.2026 (lifePR) –
- Waliser Lloyd gewinnt vor Tom Dufour die turbulente Rallye Vosges Grand-Est
- Claire Schönborn gelingt als zweiter Frau im Elektro-Cup der Sprung aufs Siegerpodest
- Auftaktsieger Timo Schulz vergibt Rallye-Triumph kurz vorm Ziel
Atemberaubende Kulisse, tückischer Asphalt und ein Sekundenkrimi der Extraklasse: Der zweite Wertungslauf des ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 bei der traditionsreichen Rallye Vosges Grand-Est entwickelte sich zu einem spektakulären Schlagabtausch. Im Mittelpunkt des elektrisierenden Geschehens rund um das französische Gérardmer stand der packende Wettkampf zwischen dem deutschen Meisterschaftsführenden Timo Schulz, dem Franzosen Tom Dufour und dem Waliser Ioan Lloyd. Die drei Piloten trieben den neuen Opel Mokka GSE Rally bis an die Belastungsgrenze und bewiesen das enorme Potenzial des neuen Wettbewerbsfahrzeugs.
Timo Schulz und seine Beifahrerin Maresa Lade gingen nach ihrem Auftaktsieg bei der ELE Rally mit breiter Brust an den Start. Der Franzose Tom Dufour – zusammen mit Co-Pilot Alex Dubois – nutzte seinen Heimvorteil und setzte mit aggressivem Fahrstil den Champion von 2022 permanent unter Druck – was zu Schnitzern auf beiden Seiten führte. Davon profitierten die Waliser Ioan Lloyd und Sion Williams und fuhren dank konstanter Leistung den Sieg ein. „Hier in Frankreich vor dieser Fankulisse ganz oben auf dem Podest stehen zu dürfen, ist ein ganz spezielles Gefühl und macht uns sehr stolz“, strahlte der 23-jährige Lloyd. „Es war ein sehr intensives, herausforderndes Wochenende. Die vielen Cuts haben allen das Leben sehr schwer gemacht. Noch immer lernen wir im Mokka GSE Rally auf jedem Kilometer dazu. Umso glücklicher sind wir über diesen Sieg.“
Dass die alte Motorsport-Weisheit „to finish first, you first you have to finish“ nach wie vor Gültigkeit hat, bewiesen Timo Schulz und seine Beifahrerin Maresa Lade. Komfortabel in Führung liegend, rutschten sie in der vorletzten Wertungsprüfung von der Strecke und sorgten damit für ein abruptes Ende ihrer vorhergegangenen Erfolgsserie. „Auf diesem harten Asphalt darfst du dir nicht den kleinsten Fehler erlauben. Wir hatten alles im Griff, bis beim Anbremsen einer schnellen Links kurz vor Ende die Räder blockiert haben. Wir sind in einen Graben gerutscht und haben uns die Spurstange abgerissen“, analysierte Schulz. Und weiter: „Das war ein absolut verrücktes Wochenende! Tom hat eine unglaubliche Geschwindigkeit vorgelegt und uns wirklich alles abverlangt. Genau so muss ein echter Titelkampf aussehen.“
Die anspruchsvollen Wertungsprüfungen und die kompromisslose Gangart der elektrischen Truppe forderten ihren Tribut. Dufour/Dubois fuhren in der ersten Wertungsprüfung am Samstag gleich die Bestzeit ein, ließen in der folgenden WP jedoch einen Ausrutscher folgen. Zu ihrem Glück schafften es die Franzosen zurück in den Service nach Gérardmer, wo ihren Mechanikern das Kunststück gelang, den Mokka GSE Rally bis zur nächsten Prüfung wieder fit zu machen. Am Ende wurden die Mühen mit Rang zwei belohnt. „Die Rallye war extrem schwierig und hielt den einen oder anderen Rückschlag für uns bereit. Dennoch können wir zufrieden sein. Die Pace war wirklich gut, und der zweite Podestplatz in Serie ist ein schöner Erfolg“, so der 20-jährige Dufour.
Als genaues Gegenstück zeigte sich dagegen Claire Schönborn, die mit konstanter Leistung als Gesamtdritte ins Ziel kam. Damit gelingt ihr als zweiter Frau im Elektro-Cup der Sprung aufs Siegertreppchen. „Ich kann es noch gar nicht fassen“, strahlte die 26-jährige Hunsrückerin. „Die Rallye hier war ein echtes Auf und Ab. Gestern kam ich schwer in den Rhythmus, aber heute konnten wir vieles besser machen. Die letzten WP-Zeiten waren so, wie ich mir das erhofft hatte. Wir hatten zwar auch den einen oder anderen Aha-Moment, sind aber ohne gravierende Schnitzer durchgekommen. Ich bin sehr glücklich.“
Die hohe Pace im Feld beeindruckte auch Opel Motorsport-Chef Jörg Schrott: „Zum einen ist die Rallye Vosges Grand-Est eine großartige Veranstaltung mit tollen Wertungsprüfungen, die Fahrern und Fahrzeugen alles abverlangen. Zum anderen sehen wir in dieser Saison ein Teilnehmerfeld im Cup, wie wir es auf diesem Niveau und in dieser Dichte noch nie hatten. Es macht Spaß mitzuverfolgen, wie an der Spitze um jede Zehntelsekunde gefightet wird. Dass dabei auch einmal ein Ausrutscher passiert, liegt in der Natur der Sache und ist Teil des Lernprozesses eines jungen Fahrers. Unser Mokka GSE Rally hat sich toll geschlagen und seine Wettbewerbsfähigkeit demonstriert.“
Ergebnis Rallye Vosges Grand-Est/F
1. Ioan Lloyd/Sion Williams (GB) 1:16:21,1 h
2. Tom Dufour/Alex Dubois (F) +8,5 sec
3. Claire Schönborn/Michael Wenzel (D) +1:43,7 min
4. Dante Johansson/Theo Bergsten (S) +2:26,6 min
5. Lukas Wilhelm/Christina Ettel (A) +3:01,5 min
6. Fabian Kamermans/Stefan Müller (NL) +3:17,0 min
7. Thyrsa Eertmans/Els Ons (B) +5:24,7 min
8. Alex Español/Enrique Velasco (E) +8:17,4 min
9. Christian Luif/Maximilian Kugler (A/D) +8:35,6 min
Punktestand ADAC Opel GSE Rally Cup (nach 2 von 7 Wertungsläufen)
1. Lloyd 60 Punkte.
2. Dufour 58.
3. Schulz 35.
4. Kamermans 35.
5. Johansson 31.
6. Schönborn 29.
7. Español 28.
8. Eertmans 20.
9. Wilhelm 16.
10. Stütz 14.
11. Luif 13.
12. Wittenbeck 12.
13. Wlömer 6.
