Göppingen, 20.05.2026 (lifePR) – Das Klinikum Christophsbad hat sich in den vergangenen Jahren an wichtigen, durch den Innovationsfonds geförderten klinischen Projekten beteiligt, die nun erfolgreich abgeschlossen wurden. Diese tragen zu einer sowohl effizienteren als auch effektiveren Behandlung von Patienten mit psychischen und neurologischen Erkrankungen bei.

Zum einen wurde unter der Federführung des Klinikums Stuttgart eine AWMF-Leitlinie (AWMF: Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften) zum „Delir im höheren Lebensalter“ entwickelt (Projekt „DELEIhLA“). Die Leitlinie wurde Anfang 2026 veröffentlicht und fasst unter Anwendung strenger methodischer Standards (sog. S3-Niveau) den Stand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem der häufigsten akuten Krankheitsbilder bei älteren Menschen zusammen. Unter besonderer Berücksichtigung fach- und berufsgruppenübergreifender Aspekte werden dabei neben der Diagnostik und Therapie des Delirs auch Schwerpunkte auf Prävention und Nachsorge gelegt.

Zum anderen lief in den vergangenen Jahren die Studie „PSY-KOMO – Komorbide somatische Erkrankungen bei Patienten mit schweren psychischen Störungen zur Reduktion somatischer Komorbidität und erhöhter Mortalität“. Das Studienkonzept wurde vor dem Hintergrund entwickelt, dass Menschen mit schweren psychischen Störungen gehäuft von bedeutsamen körperlichen Erkrankungen betroffen sind – mit der Folge einer verkürzten Lebenserwartung. An „PSY-KOMO“ waren neben mehreren universitären Zentren auch zahlreiche andere Partner aus dem Gesundheitswesen beteiligt, so u. a. die AOK und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg.

Über 150 Patienten des Klinikums Christophsbad nahmen an der Studie teil. Das Projekt gilt als erfolgreich abgeschlossen, wissenschaftliche Veröffentlichungen stehen bevor. Die in „PSY-KOMO“ erprobte neue Versorgungsform verspricht messbare Verbesserungen in der allgemeinmedizinischen Behandlung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. „Es ist uns ein großes Anliegen, die klinische Forschung in Psychiatrie und Psychotherapie voranzutreiben und unseren Beitrag zur steten Verbesserung und Weiterentwicklung der Behandlung von psychischen Krankheiten zu leisten“, so Projektleiter Prof. Dr. Walter Hewer, früherer Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie im Klinikum Christophsbad, und Prof. Dr. med. Nenad Vasić, Ärztlicher Direktor des Klinikums Christophsbad, in einem gemeinsamen Statement.