Bad Nauheim, 15.06.2026 (lifePR) – Die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) hat das Richtfest ihrer neue Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung gefeiert. Der Bau wird gerade umfassend saniert, umgebaut und erneuert. Aktuell stehen die Abrissarbeiten am alten Bestandsgebäude vor dem Abschluss. Hinter den Baumaßnahmen steht auch eine besondere organisatorische Leistung: Der Akademiebetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Für die Dauer der Bauarbeiten wurden die Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen in ein nahe gelegenes Gebäude ausgelagert.
LÄKH-Präsident Dr. med. Edgar Pinkowski sagte beim Richtfest, gefeiert würden nicht nur Holz, Stahl und Beton, sondern auch ein Stück Zukunft der ärztlichen Fort- und Weiterbildung in Hessen. Die Akademie sei weit mehr als ein Gebäude: Sie stehe für ärztliche Selbstverwaltung, für Lernen, Austausch und kollegiale Begegnung. "Die Akademie ist ein Statement. Die Ärzteschaft gestaltet ihre eigene Fortbildung selbst – frei von kommerziellen Interessen, frei von industrieller Einflussnahme", so Pinkowski.
Die Ärztliche Geschäftsführerin der LÄKH Nina Walter zog eine Parallele zwischen dem Umbau der Akademie und dem medizinischen Behandlungsprozess: von der langwierigen Diagnose über die sorgfältige Therapieplanung bis hin zur intensiven Behandlung – inklusive überraschender Nebenbefunde. Ein solcher Prozess erfordere Ausdauer, Fachkompetenz und großes Engagement.
Der Bad Nauheimer Bürgermeister Klaus Kreß lobte die Entscheidung der LÄKH, die Zukunft der medizinischen Fort- und Weiterbildung aktiv zu gestalten. Dabei versprach er, Bad Nauheim als Gesundheitsstadt stehe fest an der Seite der Akademie.
Architekt Jan-Benjamin Schäfer sprach von einer "Revitalisierung des Gebäudes". Er hob die Lage am Waldrand hervor und den klaren architektonischen Dialog, den das Akademiegebäude künftig mit seiner Umgebung eingehen werde.
Hintergrundinfo
Die Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung in Bad Nauheim ist die älteste Akademie ihrer Art in Deutschland. Seit 1973 dient sie als Zentrum des medizinischen Wissens, von dem nicht nur das medizinische Fachpersonal, sondern auch die Patientinnen und Patienten und somit die ganze Bevölkerung profitieren sollen, so die LÄKH. Das über 50 Jahre alte Gebäude genügt inzwischen nicht mehr den heutigen Anforderungen der LÄKH an eine moderne Bildungseinrichtung. Deshalb finden jetzt umfassende Baumaßnahmen statt, die unter anderem eine Reduktion der Geschosse, energetische Optimierung und die Installation modernster Haustechnik beinhalten.
