Bad Wildungen/Bad Zwesten, 01.06.2026 (lifePR) – Die Wicker-Kliniken bündeln seit dem 1. April 2026 ihre neurologische Akutversorgung in der Werner Wicker Klinik in Bad Wildungen. Durch die enge Verzahnung von Neurologie, Neurochirurgie, Intensivmedizin und weiteren Fachbereichen entsteht ein leistungsstarkes Behandlungszentrum für Schlaganfallpatienten und schwer neurologisch Erkrankte.

Ab dem 1. April 2026 werden neurologische Notfälle in der Werner Wicker Klinik in Bad Wildungen behandelt. Die Wicker-Kliniken bündeln somit gezielt ihre neurologische Akutversorgung. Die bestehende hohe medizinische Kompetenz in der Akutversorgung, insbesondere in der Schlaganfallversorgung, bleibt dabei vollständig erhalten und wird in der Werner Wicker Klinik weitergeführt und gestärkt.

Die neurologische Akutmedizin (Phase A) mit der Stroke Unit als spezialisierte Station für Schlaganfallpatienten sowie die Multiple Sklerose-Ambulanz werden seit dem 1. April in der Werner Wicker Klinik betrieben.

Die eingespielten Behandlungsteams bringen ihre langjährige Erfahrung und hohe fachliche Expertise geschlossen in den neuen Standort ein und sichern so Kontinuität und Qualität in der Versorgung.

In der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten werden die Schwerpunkte im Bereich neurologischer und psychosomatischer Rehabilitation weiter ausgebaut. Damit bleibt ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung in der Region erhalten und wird gezielt weiterentwickelt.

Umfassende neurologische Versorgung an einem Standort

Mit der Bündelung der Akutmedizin entsteht in der Werner Wicker Klinik ein besonders eng verzahntes neurologisches Behandlungszentrum. Die dort ansässigen Fachbereiche Neurologie, Neurochirurgie, Intensivmedizin, Innere Medizin und Radiologie arbeiten dadurch künftig unmittelbar zusammen.

Durch die enge Einbindung der Anästhesie und Intensivmedizin sowie weiterer Fachabteilungen verbessern sich die Behandlungsmöglichkeiten deutlich, insbesondere für schwerstbetroffene Patienten. Die gebündelte Kompetenz ermöglicht eine qualitativ hochwertige Versorgung von Schlaganfallpatienten und schwer neurologisch Erkrankten unter einem Dach.

Bei Bedarf ist jederzeit eine schnelle Verlegung auf die Intensivstation möglich. Diagnostik, Therapie sowie Physio-, Ergo- und Logotherapie greifen dabei unmittelbar ineinander, sodass die Behandlung ohne Zeitverlust beginnt.

Die enge Zusammenarbeit von Neurologie und Neurochirurgie ermöglicht zudem schnelle Entscheidungen über notwendige operative Eingriffe direkt vor Ort. Auch die anschließende Therapie erfolgt nahtlos am selben Standort.

Die Werner Wicker Klinik bleibt eine spezialisierte Fachklinik und erweitert ihr Angebot gezielt um die neurologische Notfallversorgung. Andere nicht-neurologische akute Notfälle und Erkrankungen werden weiterhin in den zentralen Notaufnahmen der umliegenden Kliniken behandelt.

 „Mit der Bündelung der neurologisch-neurochirurgischen Akutmedizin, der Inneren Medizin sowie der Anästhesie und Intensivmedizin schaffen wir an der Werner Wicker Klinik sehr kurze Wege zwischen Diagnostik, Intensivmedizin und Therapie. Gerade bei intensivpflichtigen Schlaganfallpatienten, die beatmet werden müssen, zählt jede Minute. Die enge Zusammenarbeit dieser Fachbereiche ermöglicht es uns, Patienten umfassend und ohne Verzögerung zu behandeln“, sagt Simon Vieten, Kaufmännischer Direktor der Werner Wicker Klinik.

Hintergrund der Neuorganisation sind auch die steigenden Anforderungen der bundesweiten Krankenhausreform an Ausstattung, Personal und Kooperationen zwischen Kliniken.

Rehabilitation bleibt Schwerpunkt in Bad Zwesten

Der Standort Bad Zwesten wird künftig gezielt als Rehabilitationszentrum weiterentwickelt und bleibt ein wichtiger Bestandteil der regionalen Versorgungskette.

Unverändert bleibt die neurologische Rehabilitation der Phasen C und D in der Hardtwaldklinik I. Dort werden Patienten nach der akuten Behandlungsphase weiterbehandelt und auf ihrem Weg zurück in den Alltag begleitet.

Insbesondere in der Reha-Phase C werden durch die Umstrukturierung zusätzliche Bettenkapazitäten geschaffen und das Angebot weiter ausgebaut. Dadurch können künftig mehr Patienten behandelt werden. Es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung auch positiv auf die Besucherzahlen und die wirtschaftliche Situation der Gemeinde Bad Zwesten auswirkt.

Die neurologische Frührehabilitation Phase B, die dem Krankenhausbereich zugeordnet ist, folgt der Neuorganisation der Akutversorgung und wird ebenfalls am Standort Bad Wildungen verortet.

Patienten, die in der Multiple-Sklerose-Ambulanz in der Hardtwaldklinik I in Behandlung sind, können am neuen Standort in Bad Wildungen alle bisherigen Leistungen unverändert in Anspruch nehmen.

„Mit der Neuorganisation entwickeln wir Bad Zwesten konsequent als Rehabilitationsstandort weiter und bauen die Kapazitäten in der Phase C gezielt aus. Damit sind auch für die Gemeinde begleitende positive Effekte durch eine steigende Frequenz an Patienten und Besuchern denkbar“, sagt Philipp Matthiass, Mitglied der Geschäftsführung.

Investitionen und Arbeitsplätze am Gesundheitsstandort Bad Wildungen

Für die Weiterentwicklung des Standorts Bad Wildungen investiert die Wicker-Gruppe rund 3,5 Millionen Euro in Infrastruktur, medizinische Ausstattung und organisatorische Anpassungen.

Die Investitionen leisten einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Stärkung des Gesundheitsstandorts Bad Wildungen.

Die Maßnahmen bündeln Kompetenzen und sichern Arbeitsplätze in der Region. Allen Mitarbeitenden ist ein Arbeitsplatz innerhalb der Wicker-Kliniken angeboten worden. Damit bleiben wertvolle Fachkräfte im Unternehmen.

Versorgung im Schwalm-Eder-Kreis ist weiterhin auf hohem Niveau gesichert

Die Umsetzung der neuen Struktur erfolgte in enger Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) sowie mit umliegenden Kliniken, Rettungsdiensten und Leitstellen. Ziel ist es, die Versorgung in der Region gemeinsam weiter zu stärken und reibungslose Abläufe sicherzustellen.

Die medizinische Versorgung im Schwalm-Eder-Kreis und in der Region Bad Wildungen ist weiterhin auf einem hohen Niveau gewährleistet. Die neue Struktur trägt dazu bei, die Qualität der Versorgung weiter zu sichern und gezielt auszubauen.

Anfahrtswege, Ansprechpartner und Übergabestrukturen sind abgestimmt, sodass Patienten weiterhin zuverlässig und schnell versorgt werden können. Alle Beteiligten blicken der neuen Versorgungsstruktur mit großem Interesse und Zuversicht entgegen.