Landsberg am Lech, 12.05.2026 (lifePR) – Anlässlich des heutigen „Internationalen Tags der Pflege“ ist Fahendrena Vanessa Rose de Lima Body (Vanessa Body) für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Hilfsorganisation Mercy Ships mit dem dritten Platz des renommierten „PflegerIn des Jahres Award“ geehrt worden. Die Preisverleihung fand am 9. Mai in der Max Grundig Klinik in Bühl statt. Der Preis wird seit 2015 jährlich von der Initiative „Herz & Mut“ verliehen, um professionelle Pflege sichtbarer zu machen und Pflegekräften in Deutschland mehr Wertschätzung zukommen zu lassen.

Mercy Ships ist eine internationale Hilfsorganisation, die seit über 45 Jahren mit den weltweit größten privaten Hospitalschiffen medizinische Hilfe nach Afrika bringt. 2025 arbeitete Vanessa Body aus München für mehrere Wochen ehrenamtlich auf dem Hospitalschiff Africa Mercy® in Madagaskar. Für die gebürtige Madagassin ging damit ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung: Die in Deutschland ausgebildete Krankenschwester vom Uniklinikum München brachte dringend benötigte medizinische Hilfe in ihr Heimatland nach Afrika.

„Vanessa Bodys einzigartiger Lebensweg und ihr ehrenamtliches Engagement auf unserem Hospitalschiff in Madagaskar stehen beispielhaft für gelebte Menschlichkeit und internationale Solidarität. Sie ist ein ermutigendes Vorbild – Menschen wie sie benötigen wir für unser Land und bei Mercy Ships. Herzliche Gratulation zu dieser bedeutenden Auszeichnung“, freut sich die Leitung von Mercy Ships Deutschland, Angelika Nieder.

Bereits während ihrer Schulzeit auf Madagaskar lernte Vanessa Body Deutsch als Fremdsprache. Inspiriert von ihrem Cousin, der 2014 auf dem Hospitalschiff Africa Mercy vor Ort als Übersetzer arbeitete, war für sie schon früh klar, dass sie einmal einen medizinischen Beruf ergreifen und eines Tags selbst für Mercy Ships im Dienst sein wollte. Als Vanessa Body 2017 als Au-pair nach Gmund am Tegernsee kam und ihre Deutschkenntnisse während eines anschließenden Bundesfreiwilligenjahres vertiefte, begann sie schließlich die Ausbildung als Krankenschwester in der Stadtklinik von Bad Tölz. Ihre Berufserfahrung sammelte sie vorwiegend in der Anästhesie und Notfallambulanz. Ihr weiterer Weg führte sie an ihren derzeitigen Arbeitsplatz, das Uniklinikum München.

Vanessa Body beschreibt sehr eindrücklich die prekäre Versorgungslage der Menschen in ihrer Heimat. „Wer in Madagaskar medizinische Hilfe benötigt, muss zahlen. Behandlungen, Medikamente – all das ist sehr teuer und die meisten Menschen können es sich nicht leisten. Wer also kein Geld hat, muss sich mit seiner Erkrankung abfinden. Eine Krankenversicherung gibt es dort längst nicht für alle“, berichtet Body über die Zustände im Gesundheitswesen des ostafrikanischen Inselstaates. In der Hauptstadt Antananarivo, in der auch ihre Eltern leben, gibt es jedoch einige Krankenhäuser. Für die Menschen, die allerdings auf dem Land leben, ist neben den hohen Kosten, allein der Weg zu einer Behandlung nahezu unmöglich – hunderte Kilometer, kaum Straßeninfrastruktur. „Manchmal müssen die Menschen sterben, weil es einfach keine Hilfe auf dem Land gibt“, weiß Vanessa Body über die Situation vor Ort. „Die Arbeit von Mercy Ships hat daher eine große Bedeutung für dieses Land. Menschen können durch Spendengelder, kostenlos operiert werden und durch Fortbildungsprogramme werden lokale Fachkräfte geschult, sodass auch nachhaltige Hilfe vor Ort bleibt.“

Mitte November wird Vanessa Body wieder auf das Hospitalschiff von Mercy Ships in Madagaskar zurückkehren und ehrenamtlich Hilfe für die Menschen vor Ort leisten. Es ist bereits der sechste Einsatz der Organisation in dem ostafrikanischen Inselstaat.

Für die Einsätze der Hilfsorganisation werden stets ehrenamtliche Fachkräfte in verschiedenen Berufsfeldern gesucht. Wer Interesse an einer Mitarbeit bei Mercy Ships hat, kann sich an das Deutschlandbüro mit Sitz in Landsberg am Lech wenden oder die Arbeit der Organisation mit einer Spende unterstützen. Weitere Informationen auf mercyships.de