Vogelsbergkreis, 05.11.2026 (lifePR) – Ein Großbrand mitten in der Lauterbacher Innenstadt, schwere Vegetationsbrände im heißen Sommer oder ein Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn – wenn im Vogelsbergkreis der Ernstfall eintritt und viele Menschen gleichzeitig schnelle Hilfe brauchen, zählt jede Sekunde. Im Hintergrund laufen die Fäden bei einer ganz bestimmten Funktion im Rettungsdienst zusammen: beim Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, kurz OLRD. Umso wichtiger ist es für die Sicherheit in der Region, auf erfahrene Führungskräfte setzen zu können.
Landrat Dr. Jens Mischak hat im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Landratsamt Philipp Stehling und Christopher Zink sowie – in Abwesenheit – Roy Schött die Ernennungsurkunden für weitere fünf Jahre als OLRD überreicht, nachdem alle drei bereits fünf Jahre lang erfolgreich als OLRD im Kreis aktiv waren.
„Die Einsatzgeschehen in jüngster Vergangenheit hatten es in sich, aber jede Lage konnte gut gemanagt werden – unter anderem auch Dank der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst bei uns im Kreis“, betonte Landrat Dr. Jens Mischak im Gespräch mit Philipp Stehling und Christopher Zink. „Dass Sie diese anspruchsvolle Aufgabe ehrenamtlich übernehmen und Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen in den Dienst der Menschen unserer Region stellen, verdient größten Respekt. Ich möchte mich ganz herzlich für Ihren bisherigen Einsatz und Ihre erneute Bereitschaft, diese wichtige Funktion auszuüben, bedanken!“
Ein OLRD bildet bei Großschadenslagen und Katastrophen gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt die Sanitätseinsatzleitung. Während der Notarzt für die rein medizinische Seite zuständig ist, übernimmt der OLRD die gesamte organisatorische und logistische Abwicklung. Er koordiniert Personal, Fahrzeuge und Material, richtet Behandlungsplätze ein, hält den Kontakt zur Integrierten Leitstelle und regelt den geordneten Transport der Patienten in die umliegenden Krankenhäuser.
Dass diese Aufgabe nur in die Hände absoluter Experten gehört, zeigt der Blick auf die Qualifikationen. Zu dritt blicken Roy Schött, Philipp Stehling und Christopher Zink auf mehrere Jahrzehnte Erfahrung im Rettungsdienst und Katastrophenschutz zurück. Als ausgebildete Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten mussten sie vorab zahlreiche Feuerwehr-Führungslizenzen vom Trupp- bis zum Zugführer absolvieren, ehe überhaupt der eigentliche Ausbildungslehrgang zum OLRD begonnen werden konnte.
Die drei Männer kennen die lokalen Rettungsdienststrukturen sowie die geografischen Gegebenheiten sehr gut und können im Ernstfall schnell vor Ort Aufgaben übernehmen. Der regelmäßige Austausch mit dem Amt für Gefahrenabwehr, dem Kreisbrandinspektor und den Leitenden Notärzten sichert zudem eine eingespielte Zusammenarbeit.
Auch Jürgen Schad, stellvertretender Leiter des Amtes für Gefahrenabwehr und Sachgebietsleiter der Zentralen Leitstelle, bedankte sich für das Engagement der drei Fachkräfte. Die stetig steigenden Einsatzzahlen und die komplexer werdenden Lagen der letzten Jahre hätten gezeigt, wie essenziell eine breite und verlässliche Struktur im Katastrophenschutz ist. Insgesamt verfügt der Vogelsbergkreis heute über ein starkes Team von acht Organisatorischen Leitern Rettungsdienst, um rund um die Uhr die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum zu gewährleisten.
