Saarbrücken/Winnenden, 09.06.2026 (lifePR) – Die Björn Steiger Stiftung und die Deutsche Herzstiftung engagieren sich bei den Special Olympics Nationalen Spielen Saarland 2026. Vom 15. bis 20. Juni kommen über 4.000 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung zum größten inklusiven Multisport-Event Deutschlands ins Saarland. Im Rahmen der gemeinsamen Initiative HERZSICHER schulen die Stiftungen einen Tag vor der offiziellen Eröffnung, die ehrenamtlichen Schlüsselhelfer der Veranstaltung in kostenfreien Reanimationstrainings.

Im Mittelpunkt der Schulungen steht die Herzdruckmassage. Bereits 2025 haben die Stiftungen in Kooperation mit Special Olympics Deutschland Informationsmaterial zur Reanimation in einfacher und leichter Sprache entwickelt, das die lebensrettenden Handgriffe verständlich und barrierefrei vermittelt. Damit wollen sie ein Zeichen für mehr Inklusion in der Notfallhilfe setzen. Im Anschluss an die Nationalen Spiele sind weitere gemeinsame Maßnahmen mit Special Olympics Deutschland geplant.

„Special Olympics lebt den Gedanken, dass jeder Mensch über sich hinauswachsen kann – unabhängig von Einschränkungen. Genau das gilt auch für die Erste Hilfe", sagt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. „Wir sind zutiefst überzeugt: Jeder Mensch kann zum Lebensretter werden. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dieses Wissen barrierefrei zugänglich zu machen und so dazu beizutragen, dass noch mehr Menschen im Notfall mutig handeln."

Langfristig planen die Stiftungen spezielle Reanimationskurse für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung zu entwickeln und in den mehr als 300 Einrichtungen von Special Olympics Deutschland anzubieten. Damit soll ein weiterer Schritt in Richtung einer inklusiven Gesellschaft gegangen werden, in der alle Menschen die Chance haben, im Ernstfall Leben zu retten.

Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung betont: „Inklusion bedeutet Teilhabe in allen Lebensbereichen – auch wenn es darum geht, anderen Menschen in einer Notsituation zu helfen. Mit dem Material in leichter Sprache wollen wir Hemmschwellen abbauen und zeigen: Die Handgriffe der Reanimation sind lernbar, und jeder kann sie anwenden."

„Inklusion bedeutet, Menschen nicht nur am Sport, sondern an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben zu lassen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, in einer Notsituation helfen und möglicherweise sogar Leben retten zu können. Das Engagement der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung setzt hier ein starkes Zeichen: Lebensrettendes Wissen muss für alle Menschen zugänglich sein. Mit den Reanimationstrainings und den Materialien in leichter Sprache schaffen wir wichtige Voraussetzungen für mehr Gesundheitskompetenz, Selbstbestimmung und Teilhabe. Wir freuen uns sehr, dieses wichtige Thema gemeinsam im Rahmen der Nationalen Spiele Saarland 2026 sichtbar zu machen“, begrüßt Prof. Dr. Manfred Wegner, Vizepräsident Bildung, Akademie & Gesundheitspolitik SOD, das Engagement.

Über die Björn Steiger Stiftung:

Die Björn Steiger Stiftung wurde 1969 von Ute und Siegfried Steiger gegründet, nachdem ihr Sohn nach einem Verkehrsunfall an den Folgen unzureichender Notfallversorgung verstarb. Seitdem engagiert sich die Stiftung unermüdlich für die Verbesserung des Rettungswesens in Deutschland. Zu ihren wegweisenden Initiativen zählen unter anderem die Einführung der Notrufnummern 110/112, Gründung und Aufbau der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) sowie die Einrichtung von Notrufsäulen an Bundes- und Landstraßen. Die Stiftung verfolgt das Ziel, auf Missstände im Bereich der Notfallhilfe aufmerksam zu machen, den öffentlichen Diskurs anzustoßen und mit eigenen Projekten, wie dem Baby-Notarztwagen oder Herzsicher, und konkreten Lösungen zu einer besseren Notfallversorgung beizutragen – so auch 2025 mit der Einreichung einer Verfassungsbeschwerde zur Schaffung einheitlicher Regelungen im Rettungsdienst. Seit 2024 engagiert sich die Stiftung in konsequenter Weiterentwicklung ihrer Geschichte mit einem eigenen Bereich in der Vermeidung von Verkehrsunfällen. Weitere Informationen unter: www.steiger-stiftung.de

Über die Deutsche Herzstiftung

Die Deutsche Herzstiftung e. V. wurde 1979 gegründet und ist heute die größte gemeinnützige und unabhängige Anlaufstelle für Patienten und Interessierte im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu den Hauptaufgaben der Herzstiftung gehört es, Patienten in unabhängiger Weise über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren Vorbeugung sowie über aktuelle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten aufzuklären. Bekannt ist die Herzstiftung außerdem durch ihre bundesweiten Aufklärungskampagnen und als wichtige Förderinstitution in der Herz-Kreislauf-Forschung. Die hohe Qualität ihrer Informationsangebote beruht nicht zuletzt auf der Expertise der rund 500 Herzspezialisten im Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung. Vorstandsvorsitzender ist der Kardiologe Prof. Dr. Thomas Voigtländer (Frankfurt am Main), Schirmherrin ist Barbara Genscher.

Weitere Informationen unter: www.herzstiftung.de

Bildhinweise:

Jeder Mensch kann Leben retten, unabhängig von Einschränkungen. Bildquelle: Sascha Klahn/SOD

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