Köln, 06.01.2026 (lifePR) – Die Digitalisierung im ambulanten Gesundheitswesen kommt voran, aber der tatsächliche Nutzen bleibt vielerorts hinter den Erwartungen zurück. Zwar verfügen zahlreiche Arzt- und Zahnarztpraxen heute über moderne digitale Technologien, doch spürbare Effekte im Bereich der Effizienz, Arbeitsentlastung und Versorgungsqualität sind gemäß einer aktuellen Studie der Universität Witten/Herdecke noch nicht in dem Umfang spürbar, den sich viele Verantwortliche wünschen. Studien zeigen, dass 87 % der Praxen den eArztbrief und 77 % das eRezept einsetzen. Gleichzeitig berichten jedoch mehr als die Hälfte der Einrichtungen von wöchentlichen bis täglichen Störungen der Telematikinfrastruktur. Auch der zentrale Dreh- und Angelpunkt jeder Digitalisierungsstrategie, das Praxisverwaltungssystem, bleibt ein kritischer Faktor: Bei einzelnen Systemen äußern bis zu 60 % der Anwender erhebliche Unzufriedenheit, insbesondere in Bezug auf Stabilität und Schnittstellenqualität.

Diese Diskrepanz zwischen technischer Ausstattung und tatsächlich erlebtem Mehrwert hat oft systemische Gründe. In vielen Praxen werden digitale Anwendungen nicht ausreichend in die bestehenden Abläufe integriert, sodass sie ihren potenziellen Nutzen kaum entfalten können. Häufig fehlt zudem ein strategisches Gesamtkonzept, das über den reinen Erwerb technischer Lösungen hinausgeht. Entscheidend ist jedoch, Prozesse von Beginn an neu zu denken und digitale Instrumente so einzusetzen, dass sie den Alltag spürbar erleichtern – für das Team ebenso wie für die Patienten.

Veränderungsmanagement als unterschätzter Erfolgsfaktor

Eine Herausforderung stellt häufig auch das sogenannte Veränderungsmanagement dar. Die Einführung digitaler Werkzeuge bedeutet stets eine Anpassung gewohnter Routinen. Wenn das Team nicht ausreichend eingebunden wird oder Unsicherheiten ungeklärt bleiben, entsteht schnell Widerstand oder zögerliche Nutzung. Digitalisierung ist damit nicht nur eine technische, sondern vor allem eine organisatorische und kulturelle Aufgabe. Genau hier zeigt sich: Viele Digitalprojekte scheitern nicht an fehlenden Funktionen, sondern an fehlender Kommunikation und strukturiertem Projektmanagement.

Die Chancen: Weniger Aufwand, bessere Abläufe, zufriedenere Patienten

Dennoch stehen die Chancen klar im Vordergrund. Praxen, die digitale Prozesse konsequent umsetzen, berichten von einer deutlichen Reduktion des Telefonaufkommens, einer spürbaren Entlastung der Mitarbeitenden sowie einer verbesserten Dokumentationsqualität, insbesondere beim Einsatz KI-gestützter Sprach- und Dokumentationshilfen. Auch Patientinnen und Patienten profitieren: Digitale Terminverwaltung, moderne Anamneseprozesse oder transparente Kommunikation sorgen für messbar höhere Zufriedenheit und reduzieren organisatorische Reibungsverluste. Darüber hinaus verschafft ein digital gut aufgestelltes Controlling Praxen neue Einblicke in wirtschaftliche Kennzahlen und ermöglicht fundiertere Entscheidungen.

Technische Basis, Sicherheit und Prozessdesign als Fundament

Eine moderne Praxis braucht heute vor allem eine stabile technische Basis, eine klare Digitalstrategie und die Fähigkeit, Veränderungen aktiv zu gestalten. Dazu gehört eine zuverlässige TI- und PVS-Infrastruktur ebenso wie eine sorgfältige Auswahl digitaler Anbieter, deren Lösungen sich nahtlos in die Praxisprozesse einfügen. Fördermittel können dabei helfen, Investitionen abzufedern – vorausgesetzt, sie werden frühzeitig und professionell genutzt. Auch Themen wie digitale Barrierefreiheit, Datenschutz und ein strukturiertes Cyberrisikomanagement sind unverzichtbare Bausteine einer zukunftsfähigen Praxis.

Wer Digitalisierung erfolgreich bewältigen möchte, braucht zudem methodisches Wissen: Projektmanagement-Kompetenz, ein klares Verständnis für Prozessdesign und die Fähigkeit, Teams in Veränderungsphasen anzuleiten. Digitale Weiterentwicklung ist kein Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der aktiv gesteuert werden muss.

Weiterbildung: Digitalisierungsmanager/in (IHK) – ambulantes Gesundheitswesen

Die Frielingsdorf-Akademie bietet mit dem neuen Zertifikatslehrgang „Digitalisierungsmanager/in (IHK) – ambulantes Gesundheitswesen“ eine kompakte und praxisnahe Weiterbildung, die genau diese Anforderungen adressiert. In fünf intensiven Tagen erwerben Teilnehmende umfassendes Wissen zu TI und gematik, Datenschutz und Cyberrisiken, Cloud-Konzepten, digitaler Barrierefreiheit, KI-Anwendungen in der Praxis, Anbieterauswahl, Fördermitteln sowie professionellem Projekt- und Change-Management. Die Weiterbildung richtet sich an Praxisinhaberinnen und -inhaber, Praxismanagerinnen, medizinische und kaufmännische Führungskräfte sowie Beratende.

Wer Digitalisierung strategisch angehen möchte, findet hier das notwendige Handwerkszeug, um Projekte nicht nur zu starten, sondern nachhaltig erfolgreich umzusetzen.

Weitere Informationen zum Lehrgang findest du hier:
Digitalisierungsmanager/in (IHK) – ambulantes Gesundheitswesen Frielingsdorf-Akademie

Neben der Weiterbildung unterstützt Frielingsdorf Consult Praxen mit Beratung und Services — von strategischer Praxisplanung über MVZ-Management bis Praxis-Controlling. Frielingsdorf Consult

Mehr Informationen gibt es auf der Unternehmensseite:
Frielingsdorf Consult GmbH – Beratung ambulanter medizinischer Einrichtungen Frielingsdorf Consult

Fazit

Die digitale Transformation im ambulanten Gesundheitswesen ist in vollem Gang – aber über den Erfolg entscheidet nicht allein die Technik. Wichtige Erfolgsfaktoren sind die Prozesse, die Menschen und klare Ziele. Digitalisierung ist kein Projekt mit Enddatum. Digitalisierung ist ein dauerhafter Führungsauftrag.