Stuttgart, 26.10.2026 (lifePR) – Das Neurologische Rehabilitationszentrum Quellenhof in Bad Wildbad ist mit dem Ursula Späth-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Die AMSEL-Stiftung Ursula Späth würdigt damit die medizinische und therapeutische Qualität der Klinik sowie ihr Engagement für Menschen mit Multipler Sklerose (MS). Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde bei der 33. Preisverleihung der Stiftung am 23. Oktober im LBBW Forum Stuttgart verliehen.

Seit 30 Jahren bietet der Quellenhof spezialisierte neurologische Rehabilitation für Menschen mit MS und anderen neurologischen Erkrankungen. Ende der 1980er-Jahre gab die AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankte, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V., den Anstoß für ein gezielt auf die Bedürfnisse MS-Erkrankter ausgerichtetes Rehabilitationszentrum.

Unter der medizinischen Leitung von Prof. Dr. med. Peter Flachenecker und der Geschäftsführung von Dr. Stefan Waibel verbindet die Klinik wissenschaftlich fundierte Therapien mit individueller Betreuung. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten zu stärken und ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

„Hier entsteht Spitzenleistung im Zusammenspiel vieler Berufsgruppen“, betonte Laudator Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart. Der Ursula Späth-Preis würdige nicht nur medizinische und therapeutische Qualität, sondern auch eine Haltung: „Erfolgreiche Rehabilitation braucht fachliche Kompetenz und menschliche Zuwendung gleichermaßen.“ Das Preisgeld kommt einem Projekt zur Erforschung von Fatigue, einer abnormalen körperlichen und geistigen Erschöpfung bei MS, zugute.

Weitere Auszeichnungen für Aufklärung und Pflege

Neben dem Quellenhof ehrte die Stiftung Dr. med. Martin Rösener aus Stuttgart mit dem Medienpreis sowie Gabriele und Jochen Bufe aus Herbolzheim mit dem Preis für pflegende Angehörige. Beide Preise sind mit jeweils 1.500 Euro dotiert.

Der Neurologe und Psychiater Dr. med. Martin Rösener vermittelt seit Jahrzehnten medizinisches Wissen über MS bei Veranstaltungen, in Expertenchats und Publikationen. „Sie übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse in verständliche Sprache, ordnen ein, ohne zu vereinfachen, und geben Rat, ohne den Menschen die Entscheidung abzunehmen“, würdigte Laudatorin Dr. Daniela Späth-Zöllner, Vorsitzende des Stiftungsrats der AMSEL-Stiftung Ursula Späth, sein Engagement.

Gabriele und Jochen Bufe zogen kurzfristig von Norddeutschland zu ihrer schwer an MS erkrankten Tochter Corina in den Süden und ermöglichten ihr damit ein selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung. Jochen Bufe verstarb im Juli und erhielt die Auszeichnung posthum. „Im Namen der AMSEL-Stiftung Ursula Späth danke ich Ihnen beiden für Ihre Verlässlichkeit, Tatkraft und Fürsorge“, sagte Laudatorin Petra Krebs, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Gesundheit Baden-Württemberg.

Über die AMSEL-Stiftung Ursula Späth

Die AMSEL-Stiftung Ursula Späth zeichnet jährlich Menschen und Institutionen aus, die die Lebenssituation von Menschen mit MS nachhaltig verbessern und die Erkrankung ins öffentliche Bewusstsein rücken. Sie unterstützt die Arbeit der AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankte, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V., ideell und finanziell.

Weitere Informationen: www.amsel-foerderkreis-stiftung.de