Vogelsbergkreis, 02.10.2026 (lifePR) – Eben noch mitten im Leben stehend, ist plötzlich alles anders: Nach einem schweren Fahrradunfall liegt Franz G. im Krankenhaus. Brüche, Prellungen, Schmerzen. Eine Welt im sterilen Zwei-Bett-Zimmer, die er bislang so nicht kannte. Wie gut ist es in einer solch ungewohnten Situation jemanden zu haben, der zuhört, der hilft, der bei Problemen vermittelt – einen Patientenfürsprecher eben. Drei davon gibt es im Vogelsbergkreis – im Kreiskrankenhaus Alsfeld, dem Krankenhaus Eichhof in Lauterbach und im Krankenhaus Schotten, das zum Gesundheitszentrum Wetterau gehört – und sie haben jetzt von Landrat Dr. Jens Mischak ihre Ernennungsurkunden bekommen. Im Amt sind sie – analog zur politischen Legislaturperiode – fünf Jahre.

Zwei von ihnen sind bereits „alte Hasen“, eine ist neu: Gabriele Meyer-Jäger, die Patientenfürsprecherin im Alsfelder Kreiskrankenhaus, engagiert sich schon seit Jahren bei den Grünen Damen und übernahm 2023 deren Leitung. Die Frauen dieser ökumenischen Krankenhaushilfe leisten ehrenamtlichen Besuchsdienst, sie schenken Zeit, sie hören zu und sorgen für Ablenkung im manchmal schweren Krankenhausalltag. Eine gute Vorbereitung für Gabriele Meyer-Jäger und ihre neue Funktion: Auch darin wird sie mit den Patienten sprechen, zuhören und sich deren Anliegen annehmen.

Damit aber nicht genug. Als Patientenfürsprecher nehmen die Ehrenamtlichen Lob, Kritik oder auch konkrete Beschwerden der Patienten entgegen. Bei Konflikten mit dem Pflegepersonal oder den Ärzten vermitteln sie und suchen nach Lösungen. Anregungen der Patienten leiten sie weiter, zudem informieren sie und helfen dabei, Missverständnisse im Krankenhausalltag auszuräumen.

Albrecht Schrimpf kennt das schon: Zum einen ist er der einzige Mann bei den Eichhof Damen und er fungierte bereits als Patientenfürsprecher, tritt nun die zweite Amtszeit an. „Ich gehe jeden Montag ins Krankenhaus, gehe von Zimmer zu Zimmer und spreche mit den Patienten“, gibt er Einblick in seine Arbeit. Willi Zinnel in Schotten hingegen setzt auf feste Sprechzeiten, um für die Patienten da zu sein – und das nun schon in seiner dritten Amtszeit. „Kommunikation ist wichtig“, sagt er und oft geht es bei der Arbeit eines Patientenfürsprechers auch um den „Wohlfühlcharakter“, um den Krankenhausalltag angenehmer zu machen.

Landrat Dr. Jens Mischak bedankt sich bei den drei Patientenfürsprechern für ihr Engagement und für ihren Einsatz in den Krankenhäusern. „In prekären Lebenslagen sind Sie für die Patienten da“, lobt er. Auch Thomas Faust würdigt die „wichtige und wertvolle Aufgabe“, die die Fürsprecher übernehmen und die damit zur Patientenzufriedenheit in den Häusern beitragen.