München, 18.09.2026 (lifePR) – Ein Exoskelett, das Menschen mit Lähmungen dabei unterstützt, wieder gezielt greifen zu können, Virtual Reality in der Therapie und künstliche Intelligenz im Klinikalltag: Das Gesundheitsunternehmen Passauer Wolf zeigt, wie neue Technologien unmittelbar im Versorgungsalltag eingesetzt, erprobt und weiterentwickelt werden. An vier Standorten in Bayern ist es unter anderem in der stationären und ambulanten Rehabilitation, der neurologischen Akutbehandlung sowie der Vor- und Nachsorge tätig. Für den Verband der Privatkrankenanstalten in Bayern e. V. (VPKA Bayern) steht das Verbandsmitglied beispielhaft dafür, wie privat getragene Kliniken technologische Innovation aufgreifen und in konkreten Nutzen für Patientinnen, Patienten und Beschäftigte übersetzen.
Besonders deutlich wird das beim Soft-Hand-Exoskelett, das im Rahmen eines Kooperationsprojekts von der Technischen Universität München (TUM) entwickelt und im Passauer Wolf Bad Gögging klinisch erprobt wurde. Der flexible Stoffhandschuh enthält Luftkammern, die über ein Druckluftsystem gezielt angesteuert werden. Sensoren erfassen zugleich Muskelimpulse und erkennen, wann eine Greifbewegung beabsichtigt ist. Der Handschuh kann diese Bewegung anschließend unterstützen. Für die Betroffenen könnte das zukünftig ein großes Stück Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alltag bedeuten. Das Team um Prof. Dr. Tobias Wächter, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie im Passauer Wolf Bad Gögging, brachte seine langjährige Erfahrung in der neurologischen Rehabilitation in die Entwicklung ein und begleitete die praktische Erprobung eng. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein Robotikhandschuh von einer fast vollständig gelähmten Hand angesteuert werden kann und Menschen mit Lähmungen im Alltag unterstützen kann.
Das Projekt macht zugleich deutlich, was Innovationsoffenheit in der Versorgung bedeutet: Neue Technologien werden nicht nur beobachtet, sondern gemeinsam mit Forschungspartnern unter realen Bedingungen erprobt und an den konkreten Anforderungen von Therapie und Alltag weiterentwickelt. „Nur durch den direkten Austausch zwischen klinischer Anwendung und Grundlagenforschung lassen sich Innovationen entwickeln, die einen echten Mehrwert für Patienten schaffen“, betont Prof. Dr. Tobias Wächter.
Spielerisch trainieren, gezielt motivieren
Auch Virtual Reality erweitert in den Einrichtungen die therapeutischen Möglichkeiten. Auf einem Balancepad steuern Patientinnen und Patienten beispielsweise ihre Bewegungen, um virtuelle Schmetterlinge zu fangen. Fortschritte werden unmittelbar sichtbar, spielerische Anreize können die Motivation unterstützen. Ähnliche Ansätze kommen beim Einsatz von Virtual-Reality-Brillen zum Tragen. Entscheidend ist dabei nicht die Technologie an sich, sondern die Frage, ob sie Behandlung sinnvoll ergänzt und Patientinnen und Patienten einen konkreten Nutzen bietet.
„Virtual Reality ist ein echter Gamechanger“, sagt Theresa Eichberger, Therapieleitung im Passauer Wolf Bad Griesbach. Zugleich betont sie: „Trotz all der Technik bleibt es persönlich.“ Digitale Anwendungen sollen den direkten therapeutischen Kontakt nicht ersetzen, sondern dort ergänzen, wo sie zusätzliche Trainingsmöglichkeiten eröffnen.
Über die klassische Therapie hinaus setzt der Passauer Wolf weitere digitale Anwendungen ein. Unter der Marke „AktivConnect“ bündelt das Unternehmen Angebote für Prävention, Rehabilitation und Nachsorge. Die App „Passauer Wolf aktiv“ bietet Patientinnen und Patienten unter anderem Übungen zum Ausbau der Gesundheitskompetenz und begleitet auch die Vor- und Nachsorge.
KI entlastet – Sicherheit bleibt zentral
Auch interne Abläufe werden zunehmend digital unterstützt. Seit November 2024 kommt für Aufgaben wie Recherche, Übersetzungen und Dokumentenanalysen eine eigene Enterprise-KI, die an den Anforderungen der DSGVO und des EU AI Act ausgerichtet ist. Im Qualitäts- und Dokumentenmanagement erleichtert ein KI-Assistent die Informationssuche und erstellt Zusammenfassungen.
Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst zugleich die Bedeutung der IT-Sicherheit. „Der Einsatz führender Sicherheitslösungen unterstützt uns ergänzend dabei, unsere hochsensiblen Daten zu schützen. 24/7 arbeiten die Systeme daran, Zugriff, Diebstahl und Cyberangriffe abzuwehren“, so Ralph Meier, Leitung Informationstechnologien im Passauer Wolf.
Innovation braucht Nähe zur Praxis
Für den VPKA Bayern zeigt das Beispiel, welche Stärke privat getragene Kliniken bei der Entwicklung und Einführung neuer Technologien haben können. „Unternehmerische Verantwortung, kurze Entscheidungswege und die Nähe zum konkreten Versorgungsalltag erleichtern es, neue Ansätze früh aufzugreifen, Investitionen anzustoßen und Anwendungen unter realen Bedingungen zu erproben“, sagt Michael Strobach, Geschäftsführer des VPKA Bayern. „Entscheidend ist, dass neue Lösungen sich im Versorgungsalltag bewähren und Patientinnen und Patienten konkret zugutekommen.“
Über den Passauer Wolf
Der Passauer Wolf ist ein mittelständisches, von Inhaberfamilien getragenes Gesundheitsunternehmen mit mehr als 45 Jahren Erfahrung. Zu den Schwerpunkten gehören die stationäre und ambulante Rehabilitation, die neurologische Akutbehandlung sowie Nachsorgeangebote. An den Standorten Bad Griesbach, Bad Gögging, Nittenau und Ingolstadt werden jährlich mehr als 20.000 Gäste empfangen und behandelt. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
