Hamburg, 23.06.2026 (lifePR) – Für die meisten ist ein Haustier weit mehr als nur ein Begleiter. Es ist Teil der Familie, Spielgefährte, Vertrauter und oft emotionaler Anker. Stirbt ein Hund, eine Katze oder ein Meerschweinchen, hinterlässt es eine Lücke, besonders bei Kindern. Der Tod eines Haustieres kann die erste bewusste Erfahrung mit Verlust sein; ein prägender Zeitraum, der Verständnis von Leben und Vergänglichkeit formt, den Umgang mit Trauer, das Vertrauen in Erwachsene. So schmerzhaft der Verlust ist, er kann auch eine wichtige Entwicklungsaufgabe sein, damit Kinder lernen, mit Abschied, Endlichkeit und eigenen Gefühlen umzugehen. Werden sie gut begleitet, stärkt das ihre emotionale Kompetenz und Resilienz.
Im Gespräch mit Sascha Müller, Geschäftsführer von Animalium. Das Tierkrematorium in Waltrop begleitet Familien beim Abschied vom geliebten Tier, von Heim- und Haustieren über Kois bis hin zu Pferden.
Herr Müller, Sie kommen aus der Humanbestattung und haben mit dem Atrium Park in Waltrop ein Krematorium gegründet, das Transparenz in den Mittelpunkt stellt. Was bewog Sie, diesen Ansatz auf Tiere zu übertragen?
Nach drei Jahrzehnten in der Humanbestattung war Animalium für mich folgerichtig. Tiere sind längst Familienmitglieder, ihre Trauer verdient denselben respektvollen Rahmen wie der Abschied von einem Menschen. Trauer ist da, weil eine Beziehung da war – wir kremieren nicht nur, wir begleiten.
Was macht Animalium dabei besonders?
Animalium ist kein technischer Ort, sondern ein Raum für individuelle Abschiede. Familien können bei der Kremierung anwesend sein und diesen Moment würdevoll erleben. Persönliche Abschiedsräume sowie unser weitläufiger Gedenkgarten schaffen Raum für Ruhe und Erinnerungen ohne Zeitdruck. Wir sind rund um die Uhr erreichbar, ohne Callcenter, mit festen Ansprechpartnern, die sofort handeln. Nach der Kremierung können Familien ihr Tier in einer Urne, einem individuellen Erinnerungsstück oder als Ascheschmuck zeitnah wieder mitnehmen. Wer einen dauerhaften Ort des Gedenkens sucht, findet ihn bei uns: vom Streubeet bis zum Kolumbarium mit Platz für rund 800 Urnen, jederzeit zugänglich.
Sie begleiten auch Familien mit Kindern. Wie gehen Sie damit um?
Kinder brauchen keine beschönigten Antworten, sie brauchen ehrliche Beglei-tung. Gemeinsam mit Botschafterin Nika Krosny-Wosz haben wir eine Broschüre als Trauerbegleitung für Kinder und Familien entwickelt, basierend auf Erfahrung und Impulsen aus Psychologie und Pädagogik. Es geht nicht darum, fertige Antworten zu liefern, sondern Eltern zu ermutigen, ehrlich zu sein und ihre Kinder einzubeziehen. Offener Umgang mit Trauer hilft Kindern, Verlust als Teil des Lebens zu verstehen.
Animalium kremiert auch Pferde. Das ist in NRW einzigartig.
Ja. Wir sind das einzige Tierkrematorium in NRW, das Pferde kremieren kann. Für Pferdebesitzer übernehmen wir das Genehmigungsverfahren, Abholung in 24 Stunden und Rückführung bereits 48 Stunden nach Eintreffen. Würde beginnt nicht erst bei der Organisation des Abschieds – sie beginnt in der Haltung, mit der wir darüber sprechen.
