Bad Griesbach, 22.01.2026 (lifePR) – 2026 ist es wieder soweit: Der historische Schäfflertanz wird in Bayern aufgeführt. Der Legende nach entstand der Brauchtanz nach der Pest-Epidemie, um den Menschen Mut zu machen und neue Lebensfreude zu schenken. Das Motiv des Ermutigens und Wieder-in-Bewegung-Kommens ist bis heute lebendig – und bildet zugleich eine Brücke zur modernen Parkinson-Therapie im Passauer Wolf Bad Gögging. Im Rahmen der Parkinson-Komplexbehandlung wird der Schäfflertanz dort ganzjährig eingesetzt, um Patienten Freude an Bewegung zu vermitteln, ihre Mobilität zu fördern und neue Zuversicht im Umgang mit der Erkrankung zu schenken.

Gemeinsam in Bewegung: Tanzen in der Parkinson-Therapie

Während der Schäfflertanz öffentlich nur alle sieben Jahre zu sehen ist, wird im Passauer Wolf Bad Gögging das ganze Jahr über getanzt. Wissenschaftliche Studien belegen zunehmend, dass Parkinson-Patienten in hohem Maße von Tanztherapien profitieren – ein Potenzial, das auch im Therapiealltag des Passauer Wolf Anwendung findet. Der Schäfflertanz verbindet dabei Tradition mit klaren Rhythmen, strukturierten Bewegungsabläufen und gemeinsamem Erleben. Um diese besondere Kombination gezielt zu nutzen, konnte das Therapeuten-Team der Fachklinik sein Wissen kürzlich bei einer internen Fortbildung vertiefen. Neben der Geschichte des Brauchtanzes standen dabei auch umfassende Informationen zum therapeutischen Nutzen sowie ein praktischer Teil auf dem Programm, bei dem sich die Teilnehmer selbst als Schäffler ausprobieren konnten.

Bewegung, Gemeinschaft und Zuversicht

Als ganzheitliches Bewegungskonzept wirkt der Schäfflertanz gleich auf mehreren Ebenen: Er stärkt das Herz-Kreislauf-System und fördert gezielt die Beweglichkeit, Koordination und die motorischen Fähigkeiten. Die Komplexität der Schrittfolgen kann dabei stets individuell an die motorischen Möglichkeiten der Betroffenen angepasst werden. »Der Tanz bereitet unseren Patienten große Freude und motiviert sie, sich aktiv zu bewegen«, sagt Stefan Ipfelkofer, Leitung Physio- und Ergotherapie in der Passauer Wolf Fachklinik Bad Gögging. »Durch die Musik, den klaren Rhythmus und die gemeinsamen Bewegungen finden viele wieder einen Zugang zu Lebensfreude und können den Fokus für einen Moment von den Einschränkungen ihrer Erkrankung lösen.« Besonders die klar strukturierten, rhythmischen Schrittfolgen helfen Betroffenen dabei, ihren Gang zu stabilisieren und die Bewegungsamplitude zu vergrößern. »Viele Patienten erleben, dass ihnen Bewegungen im Tanz leichter fallen als im Alltag«, erklärt Stefan Ipfelkofer. Das gemeinsame Tanzen in der Gruppe stärkt zudem die Motivation, fördert soziale Interaktion und kann Ängsten entgegenwirken.

Dass diese Verbindung von Tradition und Therapie authentisch gelebt wird, zeigt auch das Engagement des Therapeuten-Teams des Passauer Wolf Bad Gögging. Die Physiotherapeuten Isabella Daniel und Patrick Sigl sind 2026 selbst als Musikanten beim Schäfflertanz aktiv, während Stefan Ipfelkofer als Tänzer mitwirkt. »Der Schäfflertanz ist Teil unserer regionalen Identität«, so Stefan Ipfelkofer. »Ihn in die Parkinson-Therapie zu integrieren, ist für uns eine besondere Möglichkeit, medizinische Wirksamkeit mit bayerischem Brauchtum und echter Freude an Bewegung zu verbinden.«

Parkinson-Behandlung im Passauer Wolf Bad Gögging

Im Neurologischen Zentrum für Bewegungsstörungen der Passauer Wolf Fach-klinik Bad Gögging profitieren Parkinson-Patienten in der Akutphase von einer innovativen Kombination aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien. Gerade das breite Spektrum nicht-medikamentöser Ansätze ist dabei eine Besonderheit der Fachklinik, die von der Deutschen Parkinsonvereinigung als spezialisierte Fachklinik gelistet ist. Neben dem Schäfflertanz gehört unter anderem auch Box-Training zum Behandlungsangebot. Der mimische Ausdruck und die Stimmkraft der Patienten wird hingegen mithilfe von theaterpädagogischen Übungen im Rahmen der Sprachtherapie gefördert. Ein weiteres Therapie-Highlight ist der hochmoderne Gangtrainer »Lyra«, der mithilfe von Robotik und natürlichen Gangbewegungen das Muskelgedächtnis stimuliert und Patienten dabei hilft, ihr Laufvermögen zu verbessern.