Saarbrücken, 22.01.2026 (lifePR) – Fast die Hälfte aller Personen ab 65 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz leidet unter alltagsrelevanten Sehstörungen, die tägliche Aktivitäten beeinträchtigen. Viele der Sehstörungen liegen unter dem Schwellenwert einer anerkannten Augenerkrankung und werden deshalb medizinisch und gesellschaftlich kaum als Problem wahrgenommen. Eine aktuelle Meta-Studie beziffert die Zahl der Betroffenen auf etwa 11 Millionen Menschen.

Die häufigsten Einschränkungen betreffen

– reduzierte Sehschärfe (trotz Korrektur),
– stark verminderte Kontrastwahrnehmung,
– erhöhte Blendempfindlichkeit,
– gestörtes räumliches Sehen,
– trockene Augen, Glaskörpertrübungen.

Betroffene haben z. B. Schwierigkeiten beim Lesen (Verpackungen, Anzeigetafeln, Mobiltelefone), beim Bedienen von technischen Geräten, beim Autofahren, bei der Orientierung in Städten und Gebäuden. Weitere Probleme betreffen alltägliche Aktivitäten wie Ankleiden, Körperpflege, Einkaufen und Hausarbeit.

Sekundäre Folgen sind gut belegt: Visuelle Einschränkungen erhöhen das Sturzrisiko signifikant und vergrößern das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen bis hin zur Demenz.

Ein Blick in die Zukunft: Die demografische Entwicklung verstärkt das Problem. Laut offiziellen Prognosen (Destatis, Statistik Austria, BFS) steigt die Zahl der über 65-Jährigen in der D-A-CH-Region in den kommenden 20 Jahren von derzeit rund 23 Millionen auf 27-28 Millionen. Dies könnte dazu führen, dass die Zahl der Menschen mit Sehstörungen von aktuell rund 11 Mio. auf fast 14 Mio. ansteigt.

Die Studie schlägt unter anderem folgende Lösungen vor:

– stärkere Integration der Thematik in die Ausbildung von Gesundheitsfachkräften,
– verbesserte augenärztliche Prävention,
– altersgerechte Gestaltung von technischen Geräten, Verpackungen und öffentlichem Raum, um der wachsenden Zahl älterer Menschen mit Sehstörungen einen selbständigen Alltag zu erleichtern.

„Alltagsrelevante Sehstörungen sind ein unterschätzter Faktor für den Verlust von Selbständigkeit im Alter – sie verdienen deutlich mehr Aufmerksamkeit in Medizin, Pflege und Gesellschaft.“ – Gundolf Meyer-Hentschel (Gerontologe, Autor der Studie).

Quelle: Age Suit Germany GmbH, basierend auf der Meta-Studie „Sehstörungen im Alltag: Häufigkeit von alltagsrelevanten Sehstörungen alter Menschen in DE, AT und CH“ (Stand: Januar 2026). Die Synthese kombiniert aktuelle augen- und altersmedizinische Literatur sowie länder-spezifische Daten unter Verwendung KI-gestützter Datenanalysen (Grok 4.0, Gemini, ChatGPT-5.1) vom 25. November 2025.

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