Köln, 12.01.2026 (lifePR) – Zum Zeitpunkt der Zulassung sind viele Fragen zum optimalen Einsatz von neuen Krebsmedikamenten unbeantwortet. Das betrifft zum Beispiel die geeignete Dosierung in verschiedenen Patientengruppen, die Dauer der Behandlung, aber auch den Vergleich der verfügbaren Therapieoptionen untereinander oder deren optimale Reihenfolge. Wegen dieser Wissenslücken werden oft nicht die bestmöglichen Ergebnisse für Patientinnen und Patienten erzielt. Dieses Problem hat sich in den letzten Jahren verschärft, weil die Bemühungen sich mehr auf die rasche Zulassung neuer Wirkstoffe als auf deren optimalen Einsatz im klinischen Alltag konzentriert haben.
Die Publikation fasst die Ergebnisse eines Workshops des Cancer Medicines Forum bei der europäischen Arzneimittel-Zulassungsbehörde European Medicines Agency (EMA) zusammen, an dem auch das IQWiG beteiligt war. Die Arbeit zeigt die Möglichkeiten von Studien zur Optimierung der Behandlung von Krebs auf und beschreibt, wie diese Studien sowohl während der Entwicklung neuer Arzneimittel als auch im Anschluss an die Zulassung die notwendige Evidenz für Entscheidungen zur Krebsbehandlung generieren können. Nicht zuletzt enthält die Veröffentlichung einen Maßnahmenkatalog zur Verankerung von Therapieoptimierungsstudien in der Arzneimittelentwicklung und in einer wissensgenerierenden Versorgung.
Zum Artikel:
Denis Lacombe et al. (2026). Accelerating cancer treatment optimisation: A multistakeholder roadmap from the Cancer Medicines Forum. Journal of Cancer Policy, March 2026, Article 100700, Volume 47. Published online January 9th, 2026
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2213538325001444
